In diesem Artikel lernst du, wie du pro Vertragsangebot festlegst, welche Kosten beim Abschluss über die Open API direkt eingezogen werden sollen, was bei einem Zahlungsfehler passiert, und wie sich das auf den Zutritt deiner Mitglieder auswirkt.
Inhalt
- Was ist die einmalige Zahlung?
- Konfiguration im Vertragsangebot
- Welche Positionen gehören zur einmaligen Zahlung?
- Zahlung für Open-API-Abschlüsse verpflichtend machen
- Was passiert bei einem Zahlungsfehler?
- Wie läuft die Zahlung technisch ab?
- Sonderfall: Mitgliedschaftswechsel
- Zutrittssperrung bei offener einmaliger Zahlung
Fast lane
- Einstellungen / Vertragsabschluss / Vertragsangebote
- Gewünschtes Vertragsangebot öffnen
- Bereich Angebotsoptionen aufrufen
- Positionen für die einmalige Zahlung per Mehrfachauswahl festlegen
- Optional: Zahlung für Open-API-Abschlüsse erzwingen aktivieren
- Optional: Abbruch bei fehlgeschlagenem Zahlungseinzug aktivieren
- Speichern
Was ist die einmalige Zahlung?
Beim Vertragsabschluss über die Open API können deine API-Partner Abschlussgebühren direkt im Abschlussprozess einziehen. Du steuerst pro Vertragsangebot, welche Kostenpositionen dabei als einmalige Zahlung gelten, ob die Zahlung verpflichtend ist, und was passiert, wenn der Einzug fehlschlägt. Diese Einstellungen haben außerdem direkten Einfluss auf den Zutritt von Mitgliedern, die mit offenen Zahlungen registriert wurden.
Konfiguration im Vertragsangebot
Alle Einstellungen zur einmaligen Zahlung findest du im Bereich Angebotsoptionen des jeweiligen Vertragsangebots unter Einstellungen / Vertragsabschluss / Vertragsangebote. Öffne das gewünschte Angebot. Die drei neuen Felder befinden sich am Ende des Bereichs. Bestehende Vertragsangebote werden automatisch mit den nachfolgend beschriebenen Standardwerten migriert. Dein bisheriger Betrieb ändert sich dadurch nicht.
Welche Positionen gehören zur einmaligen Zahlung?
Im Feld Einmalige Zahlung beinhaltet (sofern fällig bei Vertragsabschluss) wählst du per Mehrfachauswahl aus, welche Kostenpositionen zur einmaligen Zahlung zählen. Zur Auswahl stehen Mitgliedsbeitrag, Startpaket, Zusatzmodule und Pauschalen. Standardmäßig sind alle vier Optionen aktiviert.
Wichtig: Es werden nur Positionen berücksichtigt, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses tatsächlich fällig sind. Zukünftige Beiträge werden nicht einbezogen. Diese Definition gilt nicht nur für Open-API-Abschlüsse, sondern auch als Grundlage für die Zutrittssperrung bei allen anderen Vertragskanälen.
Zahlung für Open-API-Abschlüsse verpflichtend machen
Die Option Einmalige Zahlung für Open-API-Abschlüsse erzwingen ist standardmäßig inaktiv. Wenn du sie aktivierst, muss dein API-Partner beim Vertragsabschluss einen gültigen Zahlungstoken übergeben. Das System prüft automatisch, ob der autorisierte Betrag genau mit der Summe der fälligen Positionen übereinstimmt. Stimmen die Beträge nicht überein, wird der Abschluss abgebrochen und kein Vertrag erstellt.
Ist die Option inaktiv, kann kein Zahlungstoken beim Abschluss übergeben werden. Eine einmalige Zahlung ist dann in diesem Kanal nicht möglich.
Du kannst diese Option schrittweise aktivieren: Definiere zuerst die Positionen und aktiviere die Verpflichtung dann, wenn du operativ dazu bereit bist. Beide Schritte sind unabhängig voneinander.
Was passiert bei einem Zahlungsfehler?
Die Option Vertragsabschluss bei fehlgeschlagenem Einzug der einmaligen Zahlung abbrechen ist standardmäßig inaktiv. Sie greift dann, wenn der tatsächliche Zahlungseinzug nach dem Abschluss fehlschlägt.
- Option aktiv: Das System macht den Vertragsabschluss rückgängig. Der Vertrag wird entfernt. Der Kundendatensatz bleibt erhalten. Der Zutritt ist gesperrt, bis der Vertragsabschluss erneut erfolgt.
- Option inaktiv (Standard): Der Vertrag bleibt bestehen. Die offene Forderung wird im Mitgliedskonto ausgewiesen und kann über die üblichen Prozesse eingezogen werden, zum Beispiel durch einen Zahlungslauf oder eine Mahnung.
Wie läuft die Zahlung technisch ab?
Damit du verstehst, wann genau ein Fehler entstehen kann, hier der grobe Ablauf: Beim Abschluss über die Open API autorisiert dein Mitglied die Zahlung vorab über die Zahlungsoberfläche deines Partners. Diese Autorisierung reserviert den Betrag, zieht ihn aber noch nicht ein. Der tatsächliche Einzug erfolgt erst, wenn der Vertrag und die zugehörigen Forderungen im System gebucht sind. In diesem Schritt kann ein Fehler auftreten, etwa wenn die Karte gesperrt wurde oder die Autorisierung zwischenzeitlich abgelaufen ist. Wird der Token nicht rechtzeitig verwendet, wird die Autorisierung automatisch aufgehoben und der Betrag freigegeben.
Für API-Partner gilt: Der preview-Endpunkt liefert für jede fällige Position das Kennzeichen mandatoryOnSigning sowie die Gesamtsumme aller Pflichtpositionen im Feld dueOnSigningAmount. Nur auf Basis dieses Betrags darf ein Zahlungstoken angefordert und beim Abschluss übergeben werden.
Sonderfall: Mitgliedschaftswechsel
Beim Mitgliedschaftswechsel über die Open API gelten grundsätzlich dieselben Einstellungen wie beim Erstabschluss. Eine Ausnahme besteht, wenn im Vertragsangebot die Option zum Überspringen der Anfangskosten beim Vertragsstart aktiviert ist. In diesem Fall werden alle Positionen als beim Wechsel nicht fällig behandelt. Der preview-Endpunkt gibt dann für alle Positionen mandatoryOnSigning: false zurück und der fällige Gesamtbetrag ist null. Der Wechselendpunkt akzeptiert in diesem Fall keinen Zahlungstoken.
Zutrittssperrung bei offener einmaliger Zahlung
Wenn du in der Zutrittssperrungskonfiguration deines Studios die Option zum Sperren bei nicht ausgeglichener einmaliger Zahlung aktiviert hast, gelten folgende Szenarien:
- Zahlung wurde autorisiert, Einzug schlägt später fehl und kein Rollback: Der Vertrag besteht. Das Mitglied ist gesperrt, bis die offene Forderung ausgeglichen ist.
- Zahlung war beim Abschluss nicht verpflichtend: Das Mitglied ist gesperrt, bis die einmalige Zahlung nachträglich beglichen wird.
- Zahlung schlägt fehl und Rollback ist aktiv: Kein Vertrag. Der Kundendatensatz besteht, aber ohne aktive Mitgliedschaft ist kein Zutritt möglich.
- Abschluss über andere Kanäle wie den Verkaufsbereich, die Member Platform oder Landingpages: Auch diese Verträge sind von der Zutrittssperrung betroffen, sofern die einmalige Zahlung im Vertragsangebot definiert ist und nicht ausgeglichen wurde. Der Zutritt wird erst freigegeben, wenn alle definierten Positionen im Mitgliedskonto ausgeglichen sind.