In diesem Artikel erfährst du, wie du studioübergreifende Buchungen innerhalb eines Tenants ermöglichst, wie die Konfiguration funktioniert und warum dieses Feature besonders für Franchise-Modelle so spannend ist. Außerdem erklären wir dir, wie die Abrechnung der Umsätze sauber und transparent abläuft.
Überblick der Themen:
- Was bedeutet studioübergreifende Buchung?
- Wie funktioniert die Konfiguration?
- Für welche Anwendungsfälle ist das Feature sinnvoll?
- Wie funktioniert die buchhalterische Abwicklung?
- FAQ: Für welche Verkaufs- und Anwendungsfälle ist die Konfiguration „Online“ vorgesehen und besonders relevant?
Fast lane
- Gehe zu Einstellungen / Finanzen / Standortübergreifender Verkauf
- Aktiviere dort die Konfiguration für „Online“ oder „Kasse“ für die jeweiligen Partnerstudios
- Lege fest, ob der Verkauf gegenseitig genehmigt ist (z. B. A ↔ B aktiv)
- Fertig – deine Mitglieder können nun auch in anderen Studios buchen!
Was bedeutet studioübergreifende Buchung?
Mit diesem Feature kannst du Mitgliedern ermöglichen, Leistungen in einem anderen Studio innerhalb desselben Tenants zu buchen – zum Beispiel den Kauf eines Tagestickets oder die Buchung eines Kurses in einem Partnerstudio. Dabei bleibt der Kunde in seinem ursprünglichen (Heimat-)Studio registriert, aber die Leistung wird vom Zielstudio bereitgestellt.
Das Besondere: Die Buchung funktioniert nahtlos und ohne doppelte Kundenanlage oder manuelle Zwischenschritte – ganz wie bei einer normalen Buchung im Heimatstudio.
Wie funktioniert die Konfiguration?
Die Konfiguration findest du unter Einstellungen / Finanzen / Standortübergreifender Verkauf. Hier kannst du studioübergreifende Verkäufe zwischen definierten Studios aktivieren – entweder für den Verkauf an der Kasse oder für Online-Buchungen (z. B. über MySports).
Die Konfiguration erfolgt wechselseitig:
- Studio A ↔ Studio B aktiviert: Der normale Buchungsprozess wird durchlaufen, Verkaufs- und Kontingentobjekte werden direkt im Zielstudio erstellt – der Kunde bleibt mit seinem Ursprungsstudio verknüpft.
- Studio A ↔ Studio B deaktiviert: Es wird geprüft, ob der Kunde schon Mitglied ist. Ist dies nicht der Fall, wird ein neuer Kundenstamm im Zielstudio erzeugt.
In der Benutzeroberfläche kannst du genau sehen, ob eine Zustimmung von beiden Seiten (z. B. für Online oder Kasse) vorliegt. Über das Drei-Punkte-Menü kannst du diese Genehmigungen verwalten.
Für welche Anwendungsfälle ist das Feature sinnvoll?
Dieses Feature ist besonders für Franchise-Konstrukte oder netzwerkartige Studio-Kooperationen interessant. Hier ein typisches Beispiel:
Ein Mitglied aus Studio B möchte über MySports ein Tagesticket für Studio A kaufen. Der Kauf wird in Studio A abgewickelt, aber der Check-in erfolgt über das System von Studio B. Damit das reibungslos funktioniert, muss die Konfiguration „Online“ zwischen beiden Studios aktiviert sein.
Für klassische Filialstrukturen (z. B. eine Kette mit gemeinsamer Verwaltung) ist dieses Feature weniger relevant, da dort meist keine getrennten Kundendatenmodelle bestehen.
Wie funktioniert die buchhalterische Abwicklung?
Damit studioübergreifende Buchungen auch buchhalterisch korrekt abgebildet werden, stellen wir sogenannte Abrechnungslisten (Settlement Lists) zur Verfügung. Diese findest du im Menü Finanzen / Standortübergreifender Verkauf / Abrechnungen.
In diesen Listen werden monatlich alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen deinem Studio und den Partnerstudios aufgelistet – basierend darauf, wo das Geld geflossen ist und wo die Leistung erbracht wurde. So behältst du immer den Überblick, welches Studio wem gegenüber noch ein Guthaben oder eine offene Forderung hat.
Die wichtigsten Punkte:
- Forderung: Dein Studio hat eine Leistung erbracht, das Geld kam aber von einem anderen Studio.
- Verbindlichkeit: Dein Studio hat Geld eingenommen, die Leistung kam aber aus einem anderen Studio.
- Saldo: Zeigt an, ob unterm Strich ein Plus oder Minus gegenüber einem Partnerstudio besteht.
- Einzelbuchungen: Können detailliert eingesehen und exportiert werden.
Die Tabellen lassen sich einfach als Excel-Dateien exportieren und dienen als klare Grundlage für interne Abrechnungen – ganz ohne manuelle Abstimmung oder Unsicherheit.
FAQ: Für welche Verkaufs- und Anwendungsfälle ist die Konfiguration „Online“ vorgesehen und besonders relevant?
Die Einstellung „Online“ ist vor allem für Cross-Over-Online-Verkäufe gedacht – z. B. wenn ein Mitglied ein Tagesticket für ein anderes Studio über MySports kauft. Die Bezahlung findet im Zielstudio statt, die Leistung wird jedoch über das Heimatstudio bereitgestellt. Dieses Szenario kommt vor allem in Franchise-Setups zum Tragen.